Im Iran wurden seit der Islamischen Revolution – je nach Quelle – allein 4.000 bis 6.000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet. Bei den Massakern in den Gefängnissen wurden 1988/89 zwischen 10.000 und 15.000 Oppositionelle ermordet, Foto: pixabay.com / CC0
Prisma MIZ 1/21

Wie hat Deutschland abgestimmt?
Offener Brief anlässlich der Wahl des Iran in die 
UN-Kommission zur Rechtsstellung der Frau

Redaktion MIZ

Der Iran ist im April in die UN-Kommission zur Rechtsstellung der Frau gewählt worden. Deren Aufgabe ist es, für Geschlechter­gerechtigkeit und eine strukturelle Förderung von Frauen zu sorgen. Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland und Rebecca Schönenbach von Frauen für Freiheit haben Zweifel, ob der Iran hierbei einen Beitrag leisten kann, und stellen die Frage, wer für die Wahl verantwortlich ist. Die MIZ dokumentiert ihren Offenen Brief an den Bundesaußenminister und den Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York.

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Im Iran wurden seit der Islamischen Revolution – je nach Quelle – allein 4.000 bis 6.000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet. Bei den Massakern in den Gefängnissen wurden 1988/89 zwischen 10.000 und 15.000 Oppositionelle ermordet, Foto: pixabay.com / CC0
Prisma MIZ 2/19

Es ist 40 Jahre her…
Ein Rückblick auf Entstehung und Entwicklung der 
Islamischen Republik Iran

Farid Mahnad

Vor 40 Jahren koalierten politisch Linke und Islamisten. Der Führer der stärksten islamischen Kräfte, Ayatollah Khomeini, kehrte am 1. Februar 1979 in den Iran zurück. Damit hatte die iranische Revo­lution versagt und die islamische Revolution den Sieg errungen – es entstand die heutige „Islamische Republik Iran“. Der Schah war schon zuvor aus dem Iran geflohen, ging nach Ägypten und starb kurz danach an Blutkrebs in Kairo. Nach 2500 Jahren war die alte Monarchie untergegangen.

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Prisma MIZ 4/18

„Wir wollen Brot auf dem Tisch haben! Religion ist euer Problem nicht unseres!“
Interview mit Anna Ritter zur Situation im Iran 40 Jahre nach der Islamischen Revolution

Anna Ritter

Vor 40 Jahren, im Januar 1979, floh der letzte Schah, Mohammad Reza Pahlavi, vor den Protesten gegen seine Herrschaft. Der Traum von einem fortschrittlichen Iran war kurz, innerhalb weniger Monate setzte sich unter der Führung des schiitischen Geistlichen Ruhollah Chomeini der religiöse und konservative Teil der Oppositionsbewegung durch und etablierte eine „Islamische Republik“, die ihre Kritiker/innen mit brutaler Gewalt verfolgte.
Vor einem Jahr richtete die internationale Medienöffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit wieder einmal auf den Iran, weil Menschen auf den Straßen öffentlich gegen das Regime protestierten. Für die MIZ-Redaktion sprach Nicole Thies mit der Exiliranerin Anna Ritter über die Proteste, die Situation und die Forderungen der Protestierenden.

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